PanzerguideKapitel
Digitales Panzerhandbuch

Entfernungsbestimmung

Entfernungsbestimmung mit der Visiereinrichtung

 

Schätzen ist die eine Möglichkeit und mit genügend Übung weder die langsamste, noch die ungenaueste. Man kann zum Beispiel eine geschätzte Entfernung einstellen und dann je nach Einschlagsort nachjustieren. Doch die Visiereinrichtung der deutschen KwKs und einiger der MGs bietet uns auch die Möglichkeit, die Entfernung zumindest annäherungsweise zu berechnen. Die Haupt- und Nebenstachel kann man in sogenannte "Striche" einteilen. Ein Strich entspricht dabei einem Meter auf einer Entfernung von 1000 m.

 

strich

 

 

Passt ein Panzer, direkt von der Seite gesehen, zum Beispiel zwischen die oberen Ecken des Haupt- und eines der danebenliegenden Nebenstachel, so ist er "4 Strich lang". Füllt er frontal gesehen zum Beispiel einen der Nebenstachel von links nach rechts aus, so ist der Panzer "2 Strich breit". Ein Panzer ist im Durchschnitt etwa 6 m lang und 3 m breit.
Diese Werte sind natürlich nicht genau und jeder Panzer hat ganz individuelle Abmessungen, doch genügen sie, um die ungefähre Entfernung berechnen zu können.

Da wir wissen, wie breit 1 Strich auf 1000 m ist (genau 1 m), lässt sich nun die Entfernung mit der folgenden, einfachen Formel berechnen:

(Durchschnittsgrößenwert in Metern * 1000) / Stiche = Entfernung in Metern

 

Zwei kleine Beispiele zur Verdeutlichung:


Ein Panzer ist seitlich gesehen 4 Striche lang. Seine geschätzte Länge beträgt 6 m.


(6 m * 1000)/ 4 Striche = 1500 m


Der Panzer ist also etwa 1500 m entfernt.


Steht der feindliche Panzer schräg zu dir, kannst du nicht mit Länge und Breite rechnen, doch die Höhe eignet sich ausgezeichnet. Im Durchschnitt sind die feindlichen Panzer 2m bis 3 m hoch (der R35 nur 2 m, die anderen 2,5 m und mehr).
Wenn der Übeltäter also genauso hoch ist, wie einer der Nebenstacheln (das wären dann 2 Striche) und wir eine Höhe von 3 m unterstellen, lautet die Rechnung wie folgt:


(3 m * 1000)/ 2 Striche = 1500 m